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Bundes- und landesweites Gedenken an die vergessenen Opfer der NS "Euthanasie"- und Zwangssterilisationen - Gleichstellung jetzt!

Am Samstag, dem 5. September 2009 fuhr eine Gruppe von acht Teilnehmern aus den Reihen der Nutzer, der Mitarbeiter und Praktikanten des "Bootes" gemeinsam zur dritten bundesweiten Gedenkveranstaltung nach Berlin in die ehemalige Tiergartenstraße 4. Die Aktion stand 70 Jahre nach dem berüchtigten "Euthanasie"-Erlass Adolf Hitlers unter dem Motto: Gleichstellung der Opfer der NS "Euthanasie"- und Zwangssterilisationen - jetzt! Alle wichtigen Verbände der Psychiatrie Deutschlands waren dem Aufruf des Aktionskreises "T4-Opfer nicht vergessen" gefolgt. Und doch gibt es diese bundesweite Aktion erst seit drei Jahren auf Initiative des Bundesverbandes der Psychiatrieerfahrenen. Immer noch sind die über 300 000 getöteten kranken und behinderten Menschen sowie die über 200 000 Zwangssterilisierten nicht als NS-Opfer anerkannt worden, drängte man die Erinnerung an die Schuld der eigenen Profession in der Medizin an den Rand der Wahrnehmung, sind viele Nachfahren oder Betroffene darüber verstorben und ohne angemessene Opferentschädigung geblieben.
An der Gedenkplatte legten Frau Rieck und Herr Möller einen Kranz nieder. Für alle Teilnehmer ist es ein wichtiges Anliegen, das Gedenken an die Opfer der NS-Verbrechen an psychisch kranken und behinderten Menschen wach zu halten und in allen Berufsgruppen der Medizin und Psychiatrie ein Bewusstsein dafür zu schaffen.

Am 27.01.2010 wird es in Mecklenburg-Vorpommern - ebenfalls zum dritten Male - eine landesweite Gedenkveranstaltung auf Initiative des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg - Vorpommern geben. Unter der Überschrift ERINNERN - BETRAUERN - WACHRÜTTELN wird diesmal - nach Stralsund und Rostock - der Opfer der damaligen Schweriner Nervenklinik gedacht. Ein Vorbereitungsgremium mit vielen regionalen Akteuren bereitet das anspruchsvolle Programm auf dem Klinikgelände (9.30 - 11.00 Uhr) und ab 12.00 - 15.30 Uhr im Fridericianum vor, welches rechtzeitig auf der Homepage www.sozialpsychiatrie-mv.de bzw. www.das-boot-wismar.de bzw. in der Presse und per Einladungen bekannt gegeben wird. Erstmals wird mit dem Fridericianum eine Schule Gastgeberin der Veranstaltung sein: der Schulleiter des Fridericianum hat bereits die größtmögliche Unterstützung für die Großveranstaltung an diesem Tag zugesagt und so sollen auch die Schülerinnen und Schüler im Geschichtsunterricht über die damaligen Geschehnisse aufgeklärt werden. Ein Wissen um die Menschenverachtung des NS-Regime soll dazu beitragen, heute wachsam zu bleiben und neuen Bestrebungen von Ausgrenzung entgegen zu treten.

Sandra Rieck
(Koordinatorin)
Geschäftsführerin "Das Boot" Wismar e.V.
Stellv. Vorsitzende LSP-MV

Kontakt: rieck@das-boot-wismar.de'



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