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Erfolgreiche Eröffnungsveranstaltung „Vom Umgang mit der Angst“

Sehr erfolgreich verlief die Eröffnung der 15. Wochen der seelischen Gesundheit am 10.4.2019 von 14.00 bis 17.00 Uhr im bis auf den letzten Platz besetzten Filmbüro. Das Besondere: “Vom Umgang mit der Angst“ wurde trialogisch aufbereitet und setzte Impulse, sich mit dem Thema „Angst“ aus mehreren Perspektiven auseinanderzusetzen. So wurden die persönliche und familiäre Dimension, die Selbsthilfe, therapeutische Möglichkeiten und gesellschaftliche Verantwortung thematisiert an diesem Nachmittag und dank der guten Vorbereitung durch alle Akteure gekonnt zusammen geführt. “Angst ist lebenswichtig, schützt uns, kann aber auch zum Krankheitssymptom werden und zu großem Leiden führen. Angststörungen gehören mit über 15% zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Angst kann auch missbraucht werden, ist Ziel von Manipulation - das sehen wir gerade auch gesellschaftlich heute beispielsweise beim rechtspopulistischen Schüren von Ängsten, aber auch bei Ängsten im Job, ungesundem Leistungsdruck und Arbeitsklima. Aber viele der verschiedenen Angststörungen sind zumeist gut behandelbar! Der Zugang zu therapeutischen Hilfen ist für Betroffene nicht immer einfach: lange Wartezeiten und die Scham spielen dabei eine große Rolle. Oft vergehen mehrere Jahre, dabei ist ein früher Therapiebeginn zur Vermeidung chronischer Verläufe sehr wichtig. Ein gezielter stationärer Therapiebeginn kann dazu beitragen, Angststörungen zu bewältigen. In der Selbsthilfegruppe bspw. stützt man sich auch gegenseitig und bei Familienangehörigen hilft es, sich mit anderen auszutauschen, denn im System der Familie spielt eine offene Auseinandersetzung mit der Thematik eine wichtige Rolle zur Überwindung der Belastung, die aus der Angststörung eines Angehörigen erwachsen kann.“ so das Fazit des sehr informativen Nachmittags. Die abschliessende Podiumsdiskussion trug dann noch dazu bei, eigene offene Fragen zu klären.

Danke an das zahlreiche Publikum, die „Bootsinger“ zu Beginn und die Vorbereitungs AG mit den Kolleg*innen des Landkreises NWM, der KISS im ASB, der Klinik Schweriner See, des „Bootes“, dem LV der Angehörigen und Freunde psychisch Kranker, dem LV Sozialpsychiatrie M-V, dem LV Seelische Gesundheit, den Selbsthilfegruppen Depression und Ängste, den Schülerinnen und Schülern des GSG, dem Filmbüro Wismar und allen ungenannten Aktiven.