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Flüchtlingsprojekte im Verein "Das Boot" im Wismar - die Ministerin war am 10.2.2016 vor Ort zu Gast

Ministerin Hesse würdigt Arbeit von Wismarer Verein „Das Boot“
Integrationsministerin Birgit Hesse hat am Mittwoch den Verein „Das Boot“ in Wismar besucht. Bei ihrem Besuch würdigte die Ministerin die Arbeit des Vereins bei der Integration von Flüchtlingen in Wismar. „Integration lebt davon, dass sich die Menschen vor Ort zusammentun, anpacken und Türen öffnen“, so Hesse.

Im Sprachcafé des Vereins findet einmal wöchentlich in lockerer Atmosphäre Deutschunterricht statt. „Viele ehrenamtlich Tätige helfen dabei, den neuen Einwohnern Wismars den Start in ihr Leben in Deutschland zu erleichtern“, sagte die Ministerin. „Durch das Engagement des Vereins und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird Integration mit Leben erfüllt.“

Neben dem Deutschunterricht bietet „Das Boot“ auch eine Sportgruppe, unterstützt bei der Suche nach einer Wohnung und der dazu gehörenden Ausstattung und begleitet die Flüchtlinge zu Behörden, Beratungsstellen oder zum Arzt. Daneben werden auch Kooperationen mit Partnern aus der Region gepflegt. Die Flüchtlinge profitieren davon, da sie so einen leichteren Zugang zu Praktika oder Ausbildungen bekommen.

Ministerin Hesse dankte den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Sie leisten vor Ort Hilfe, die zielgerichtet ist und direkt bei den Betroffenen ankommt. Dafür danke ich Ihnen.“

Quelle Textmaterial: Pressemitteilung der Landesregierung MV

   

   

Durch persönliche Kontakte im Aktionsbündnis WISMAR FÜR ALLE und zu den Geflüchteten in den Notunterkünften im letzten Jahr in Wismar sind verschiedene Initiativen entstanden, die sich u.a. auch im Verein „Das Boot“ jetzt etabliert haben und bei denen viele freiwillige Helfer aus Wismar mitwirken.

„SPERO“ (lat. ich hoffe) ist die Überschrift für die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit hier vor Ort im „Boot“. In der Begegnungsstätte für Menschen mit seelischen Behinderungen in der Lübschen Straße 44 unterstützen auch Menschen mit Psychiatrieerfahrung den regelmäßigen Sprachunterricht „Einfach-Deutsch-Lernen“ an jedem Mittwochabend von 17.30 - 19.30 Uhr. Ehrenamtlich tätig sind auch GermanistInnen, Sprachwissenschaft-lerInnen und LehrerInnen, SozialarbeiterInnen und SchülerInnen, Menschen mit und ohne Job. Das offene Sprachcafé bietet am Mittwoch die Möglichkeit, dass zwanzig bis dreißig Menschen u.a. aus Eritrea, Syrien, Somalia, Mauretanien, Ukraine, Russland, Afghanistan in unterschiedlichen Kleingruppen, in Kursform oder individuell die deutsche Sprache lernen, vertiefen oder erstmals darin eingeführt werden.

Michael Fessah Habtamariam kam vor zwei Jahren aus Eritera nach Wismar und wechselte inzwischen vom Lernenden zum Lehrenden, er unterrichtet selbst eine Gruppe jeden Donnerstag im „Boot“ als ehrenamtlicher Helfer. „Tigrinia“ ist eine Sprache, die kaum offiziell übersetzt wird und die Menschen aus Eritrea haben es besonders schwer mit der Verständigung in Deutschland. Das war ihm Ansporn für seine Landsleute etwas zur Integration selbst aktiv beizutragen.

Daneben unterstützt der Verein auch Menschen, die in ihre erste eigene Wohnung einziehen. Ehrenamtliche vermitteln Ausstattung und Hilfe beim Einrichten, wenn es noch am Nötigsten fehlt, versuchen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Ein besonderes Projekt ist die Laufgruppe, die bereits an mehreren Laufevents in Wismar und Rostock teilnahm: ca. 15 Menschen aus Eritrea, Syrien und einzelne deutsche Teilnehmer haben schon zusammen trainiert. Besonders unter den jungen Erwachsenen aus Eritrea sind echte Talente und somit schafft Sport Erfolgserlebnisse und Gemeinschaftsgefühl, etwas, was alle Geflüchteten, die jetzt in Wismar ihre zweite Heimat gefunden haben, dringend brauchen.

Den Helfern ist anzusehen, dass sie selbst viel mitnehmen aus der ehrenamtlichen Arbeit. „Wir schätzen die Arbeit im Netzwerk mit anderen Initiativen in der Region und freuen uns über das Engagement der freiwilligen Helfer. Genauso wichtig ist es aber, das unsere Angebote zur Teilhabe für Menschen mit Behinderungen sicher finanziert und nachhaltig wirken können. Ein stabiles soziales Netz ist die beste Grundlage für eine gelingende Integration und ein gutes Miteinander, für gelebte Vielfalt in unserer Region!“, sagen Sandra Rieck und Kristina Brossog, die als Vorstand im Verein die Koordination mit den Ehrenamtlichen gemeinsam durchführen.

Kontakt: info@das-boot-wismar.de
Spendenkonto: Sparkasse Mecklenburg-Nordwest IBAN DE87 1405 1000 1200 0008 42 BIC: NOLADE21WIS


Flüchtlingshilfe SPERO (lat. Hoffnung“ ) im „Boot“   » mehr (PDF-Datei, 425 KB)